Moderne Fahrzeugflotte
Wir setzen auf Kontinuität!

Modernste Fahrzeugtechnik

 

Der Remscheider Verkehrsbetrieb setzt auch in 2014 die Modernisierung der Fahrzeugflotte fort.
Bei der letzten Beschaffung im Dezember 2014 handelt es sich um fünf Niederflursolobusse des Typs Evobus Citaro O 530 C2.

Besonderheiten:

Einsatz von Euro 6 Motortechnologie (seit dem 01. Januar 2014 bei Neubeschaffung von Omnibussen zwingend vorgeschrieben)

Komplett neu gestaltete Fahrzeuge (Rahmen und Aufbau) durch den Einsatz von Euro 6-Motoren

Komplett neu gestalteter Fahrerarbeitsplatz im Hinblick auf Ergonomie und passive Sicherheit

Komplett neue CAN-Bus-Technik (Controller Area Network = Datenbus) für die umfangreiche Fahrzeugelektrik

Weiterhin haben wir uns für ein absolutes Novum bei Remscheider Solobussen entschieden. Die fünf Fahrzeuge haben eine dritte Tür. Dies geschah in Remscheid zuletzt 1956 allerdings war das damals dem Schaffnerbetrieb geschuldet.

Gründe für eine dritte Tür im Solobus
Die Gestaltung des Motorraums im linken Heckbereich in einer Turmbauweise schafft jetzt Raum für einen stufenlosen Durchgang durch den gesamten Omnibus zur dritten Tür. Der Vorteil der dritten Tür im Linienbetrieb liegt auch darin begründet, dass der Fahrgast auch im voll besetzten Bus leichter zum Ausstieg gelangt. Beobachtungen haben gezeigt, dass Fahrgäste trotz voll besetztem Bus nur ungern bis ganz nach hinten durchgehen, weil sie befürchten, nicht schnell genug zur Ausstiegstür in der Mitte zu gelangen. Die dritte Tür motiviert sie, die Fahrt im hinteren Fahrzeugbereich zu verbringen, da sie sich zum Aussteigen nicht wieder zur mittleren Tür „durchdrängeln“ müssen, sondern hinten aussteigen können. Der Fahrgastwechsel wird somit durch diese bauliche Maßnahme beschleunigt. Ein weiterer Aspekt ist, dass aufgrund des steigenden Durchschnittsalters immer mehr mobilitätseingeschränkte Fahrgäste mit Rollatoren, Rollstühlen oder Gehhilfen in Bussen unterwegs sind. Bei dieser Personengruppe ist das Ein- und Aussteigen zwangsläufig nur an der zweiten Tür möglich und nimmt entsprechend mehr Zeit in Anspruch. Gleiches gilt für Eltern mit Kinderwagen. Dadurch verlängert sich die Standzeit an den Haltestellen. Auch diese Situation wird sich durch das Vorhandensein einer dritten Tür im hinteren Bereich entspannen, weil den anderen Fahrgästen dann noch eine weitere Möglichkeit zum Aussteigen bleibt.

 

Weitere Besonderheiten der neuen Busse

Ein Front-Aufprallschutz sowie eine steifere Gerippestruktur erhöhen die passive Sicherheit speziell im Bereich des Fahrerarbeitsplatzes.

Neben der Neugestaltung der Instrumententafel ist auch das Multifunktionslenkrad zu nennen. Die Menüführung erfolgt über Funktionstasten direkt am Lenkrad. Ob Statusmeldung oder Betriebsanzeige – alles wird auf dem neuen zentralen Farbdisplay angezeigt.

Durch den Einbau der dritten Tür reduziert sich die Anzahl der Fahrgastsitze um zwei. Dies wird durch eine weitere doppelsitzige Klappsitzvariante kompensiert.

Gegenüber dem Vormodell ist noch hervorzuheben, dass die Position des Fahrerarbeitsplatzes um ca. zehn cm erhöht wurde, quasi auf Augenhöhe mit dem Fahrgast

Te
chnische Daten im Überblick
Bezeichnung:             Citaro 2
Hersteller:                   EvoBus (Mercedes-Benz)
Bauort:                        Mannheim
Motor:                         6-Zylinder-Reihenmotor (Diesel)
Leistung:                     220 kW (299 PS)

 

Motor:           
6-Zylinder-Reihenmotor, stehend im Heck, 220 KW/299 PS, 7.700 cm3. Die fünf Niederflursolobusse verfügen wie die Vorgängermodelle über einen 299 PS starken Motor. Der hieraus resultierende Drehmomentverlauf wirkt sich sehr positiv in unserem topografisch schwierigen Einsatzgebiet in Remscheid und Umgebung aus.

Schadstoffklasse:

Euro VI mit Abgasnachbehandlung durch Abgasrückführung und AdBlue-Einspritzung. Alle neu zugelassenen Busse müssen seit dem 01.01.2014 die Emissionsklasse Euro VI einhalten. Der leistungs-starke, effiziente, zukunftsfähige Motor gewährleistet eine drastische Reduzierung von Stickoxiden und Partikeln im Abgas. Gelungen ist dies unter anderem dank der Cammon-Rail-Technologie mit einer Kombination von SCR-Technik, bedarfsorientierter Abgasrückführung, Partikelfilter und neuer Turbolader-Technik. Die neuen BluEfficiency Power-Motoren mit BlueTec® 6 überzeugen nicht nur durch hohe Umweltverträglichkeit (grüne Umweltpalkette), sondern auch durch hohe Wirtschaftlichkeit. Ein weiteres Plus für die Umwelt ist die Technik zur Rückgewinnung und Speicherung von Energie. Die Busse verfügen über ein sogenanntes Rekuperationsmodul, welches den Strom, der bei der Fahrt in der Schubphase erzeugt wird, speichert. Die gespeicherte Energie wird in der Beschleunigungsphase für die Energieversorgung des Bordnetzes verwendet, so dass dadurch eine Kraftstoffersparnis erreicht werden kann.

6-Gang-Automatik-Getriebe:

Höhere Leistung bei gleichzeitig besserer Wirtschaftlichkeit – das Nutzfahrzeuggetriebe EcoLife®  AP der Firma Zahnradfabrik Friedrichshafen AG erfüllt diesen Anspruch. Das 6-Gang-Automatikgetriebe, das in den Solowagen Anwendung findet, ist optimal auch an höhere Drehmomente angepasst. Es überträgt bis zu 2.000 Newtonmeter und ist serienmäßig mit der neuen topografieabhängigen Getriebesteuerung TopoDyn Life® versehen. Dies bedeutet, dass die Steuerelektronik, abhängig von der Topografie, selbstständig das maßgeschneiderte Schaltprogramm wählt. Das Gesamtkonzept führt zu einer Verbrauchssenkung und zu einer Minderung der Geräuschemissionen.

Fahrgastplätze:
Die Niederflursolobusse verfügen über je 30 Sitz- und 67 Stehplätze sowie zwei Klappsitze und  je eine Stellfläche für Rollstühle, die über die Absenkung des Fahrzeuges (Kneeling) und eine ausklappbare Rampe erreichbar sind. Vier Sitzplätze sind als Behindertenplätze ausgewiesen. Diese befinden sich im vorderen Bereich der Busse und sind mit breiteren Sitzflächen, Armlehnen und großflächigen Haltewunschtasten ausgestattet. Und selbst für einen Begleithund  bieten sie ausreichend Platz. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten in Form einer Klappbank für Eltern mit Kinderwagen gibt es im Bereich des Stehperrons, welche im zugeklappten Zustand als Anlagefläche für Rollstühle dient.

Fahrerplatzklimatisierung:

Diese Technik kommt nicht nur dem Fahrpersonal zu Gute, welches die Konzentration und Leistungsfähigkeit über Stunden aufrechterhalten muss, sondern auch den Fahrgästen im vorderen Bereich des Busses.

Brandmeldeanlage für Motorraum:

Mittels einer Detektions-leitung wird der Motorraum überwacht und bei einem Druckverlust durch Schmelzen einer mit Stickstoff gefüllten Kunststoff-Ringleitung bekommt das Fahrpersonal über das Fahrerdisplay eine Information, dass der Motorraum überhitzt ist.

Fahrerplatzbelüftung:

Neben einer Standheizung in Verbindung mit einer Softwareanpassung für das Heizgebläse wird die Heizleistung spürbar verbessert. Dies bemerken auch die Fahrgäste schon direkt beim Einstieg.

Rutschhemmender Bodenbelag:

Der geklebte Kunststoffbelag ist rutschhemmend, was vor allem im Winter bei Feuchtigkeit, Schnee und Matsch Vorteile bietet, weil die Fahrgäste einen sicheren Einstieg haben und während der Fahrt mehr Halt. Trotz dritter Tür ist das Fahrzeug von vorne nach hinten durchgehend niederflurig.

Besser belüfteter Fahrgastraum

Die Solobusse verfügen über vier Klappfenster im oberen Bereich der Seitenscheiben, die einen hohen Luftdurchsatz ermöglichen.

 

Technische Daten der Fahrgastinformation auf einen Blick

Vollmatrixanlage in DOT- LED-Technik

Dank dieser Anlage werden die tagsüber gelb-markierten Halteziele bei Dunkelheit durch bernsteinfarbige LEDs besser lesbar, welches durch die Unterstützung der  Double Optical Technology möglich ist.

19 Zoll TFT-Monitor als Haltestelleninnenanzeige

Zur Darstellung des Linienverlaufes, der Haltestellenanzeige sowie für den Haltewunsch wird ein 19“-TFT-Monitor im vorderen und hinteren Wagenbereich eingesetzt. Diese Monitore ermöglichen eine kontrastreichere Lesbarkeit auch aus größerer Entfernung.

Digitale Haltestellenansage

Die Steuerung der automatischen digitalen Haltestellenansage erfolgt, über den Fahrausweisdrucker.

Videoüberwachung

Fünf Kameras überwachen während der Fahrt und in den Pausen kontinuierlich den Innenraum und tragen so zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl der Fahrgäste bei. Die Darstellung auf einem 8,2“-TFT-Bildschirm ist sowohl für den Fahrer als auch für den Fahrgast sichtbar.

All diese modernen und innovativen Eigenschaften bieten unseren Fahrgästen attraktive und sichere Fahrzeuge mit hohem Fahrkomfort.